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Trauer um Dr. Karl Reidinger

Trauer um Dr. Karl ReidingerDr. Karl Reidinger † (Foto: LPD)
Der Verein der Freunde der Wiener Polizei trauert um den am 3. Oktober 2014 verstorbenen Dr. Karl Reidinger. „Der ehemalige Wiener Polizeipräsident hat unseren Verein seit der Gründung im März 1973 unterstützend begleitet. Dafür werden wir Dr. Reidinger stets ein ehrendes Angedenken bewahren“, betont Vereinspräsident Adolf Wala: „Sein Ableben macht uns zutiefst betroffen. Unser Mitgefühl gilt seinen Hinterbliebenen!“

Dr. Karl Reidinger wurde 1922 in Wiener Neustadt geboren und trat nach seiner Promotion zum Doctor iurisprudentiae an der Universität Graz in den Polizeidienst ein. Als Polizeijurist durchlief er verschiedene dienstliche Stationen. 1971 wurde er zum Leiter der Wiener Staatspolizei bestellt, seine Ernennung zum Polizeipräsidenten erfolgte 1973 durch den damaligen Innenminister Otto Rösch.

In seine Amtszeit fielen zahlreiche herausfordernde Großereignisse, wie  der OPEC-Überfall 1975, der Einsturz der Wiener Reichsbrücke 1976, die Entführung des Industriellen Walter Palmers durch deutsche Terroristen 1977, die Eröffnung der ersten U-Bahn Neubaustrecke 1978, die Eröffnung der Wiener UNO-City 1979, die „Salt II“-Verträge mit Jimmy Carter und Leonid Breschnew 1979 oder der politische Mord an Stadtrat Heinz Nittel und der Terroranschlag auf den Stadttempel 1981.

Zu seinen besonderen Verdiensten um die Wiener Polizei zählen der „goldene Wiener Weg“, das Bemühen um den Dialog zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften, oder die Einführung des damals revolutionären EDV-unterstützten Fahndungssystems „Adonis“. Dr. Karl Reidinger wurden zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen zuteil.

Beileidsanzeige "Kronen Zeitung", 20.10.2014

Kondolenz

Zum Ableben von Präsident Dr. Karl Reidinger meine große Anteilnahme. 

Ich war bis zu meiner Übersiedlung nach Salzburg Dr. Reidinger eng verbunden und schätzte seine entscheidungsfreudige und unbestechliche Art.

Wir Journalisten haben ihn immer liebevoll „Prädent“ genannt, weil er bei seiner schnellen Sprache oft eine Silbe verschluckte.

Er war für mich immer ein sofort erreichbarer Ansprechpartner und wir mussten nicht in irgendwelchen Politbüros nachfragen.

In Trauer,

Hans-Peter Hasenöhrl
Chefredakteur "Salzburg Krone"

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