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Vier Todesopfer und mehr Verkehrsunfälle zu Pfingsten

Vier Todesopfer und mehr Verkehrsunfälle zu PfingstenIm Zuge der verstärkten Verkehrsüberwachung der Polizei wurden zu Pfingsten 64.828 Kraftfahrzeuglenkerinnen und -lenker wegen Überschreitung der höchstzulässigen Geschwindigkeit beanstandet. Foto: BMI / Tobias Bosina

Alle vier tödlichen Verkehrsunfälle am Pfingstwochenende ereigneten sich am Samstag, dem 23. Mai 2026: In Niederösterreich kamen zwei Motorradlenker (26 und 44 Jahre) und ein Pkw-Lenker (36 Jahre) bei Alleinunfällen ums Leben. In Wien wurde ein 3-jähriger Bub mit einem Kinder-Tretroller am Gehsteig von einem Pkw-Lenker, der aus einer Garagenausfahrt kam, niedergestoßen und tödlich verletzt. Vier Verkehrstote zu Pfingsten im Jahr 2026 bedeuten die höchste Zahl seit 2022 (ebenfalls 4) und um 2 mehr als im Vorjahr. Die bisher niedrigsten Ergebnisse seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967) wurden in den Jahren 2021 und 2024 mit jeweils einem Todesopfer verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote am Pfingstwochenende 1984 beklagt werden.

Mehr Alkohol- und Drogen-LenkerInnen

Im Zuge der verstärkten Verkehrsüberwachung durch die Polizei wurden zu Pfingsten 64.828 Kraftfahrzeuglenkerinnen und -lenker wegen Überschreitung der höchstzulässigen Geschwindigkeit beanstandet (2025: 62.877), ein Anstieg um 3,1%. Gegen 422 Fahrzeuglenkerinnen und -lenker wurde wegen Trunkenheit am Steuer Anzeige erstattet (2025: 364), ein Anstieg um 15,9%. Weitere 106 Drogenlenkerinnen und -lenker mussten von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden, ein Anstieg um 10,4% gegenüber dem Vorjahr (96). 330 Lenkerinnen und Lenkern (+ 20,4%) wurde am Pfingstwochenende der Führerschein bzw. der Mopedausweis vorläufig abgenommen (2025: 274). Zehn Kraftfahrzeuge wurden zu Pfingsten infolge extremer Geschwindigkeitsüberschreitungen von der Bundespolizei vorläufig beschlagnahmt, im Vorjahr waren es sieben.

Mehr Kontrollen zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden

"Die Polizei hat am Pfingstwochenende zahlreiche Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Im Fokus stand dabei die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Ich danke unserer Polizei für diesen wichtigen Einsatz", betonte Innenminister Mag. Gerhard Karner bei der Präsentation der Statistik. In der gesamten Pfingstwoche vom 18. Mai bis zum 25. Mai 2026, einschließlich Pfingstmontag, verunglückten sieben Menschen im Straßenverkehr tödlich: drei Pkw-Lenker, zwei Motorrad-Lenker, ein Leichtmotorrad-Lenker und ein Scooter-Lenker. Sechs Personen kamen in der Vorwoche auf Landesstraßen und eine Person auf einer Gemeindestraße ums Leben. Drei Verkehrstote mussten in Niederösterreich und je ein Verkehrstoter im Burgenland, in Oberösterreich, der Steiermark und Wien beklagt werden. Vermutliche Hauptunfallursachen waren in vier Fällen eine nicht angepasste Geschwindigkeit, in zwei Fällen Unachtsamkeit/Ablenkung und in einem Fall eine Vorrangverletzung. Drei tödliche Verkehrsunfälle waren Alleinunfälle und drei Verkehrstote waren ausländische Staatsangehörige. Vom 1. Jänner bis 25. Mai 2026 gab es im österreichischen Straßennetz 115 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 122 und 2024 insgesamt 103.

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