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Österreich ist wieder sicherer geworden

Österreich ist wieder sicherer gewordenWeniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote: Österreich ist 2017 wiederum sicherer geworden. Grafik: BKA

Im vergangenen Jahr sind mit 510.536 Straftaten in Österreich um 27.000 weniger angezeigt worden als 2016 (537.792 Strafanzeigen). Mehr als jede zweite Straftat wurde 2017 geklärt, die Aufklärungsquote stieg damit von 45,9% im Jahr 2016 auf 50,1%. Das geht aus der am 22. März 2018 präsentierten polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes hervor. Die Zahl der Anzeigen war damit so gering, wie in den letzten zehn Jahren nicht. Rückgänge gab es beim Wohnraum-Einbruch, beim Kfz-Diebstahl und bei der Gewaltkriminalität. 2017 wurden insgesamt 11.802 Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser angezeigt (minus 1.000 bzw. 9% weniger als 2016). Die Diebstahlsanzeigen bei Pkw, Lkw und Motorrädern gingen um 11,2% zurück (von 2.994 in 2016 auf 2.658). 42.079 Gewaltdelikte wurden 2017 angezeigt, um 2,4% weniger als im Vorjahr mit 43.098 Anzeigen. Steigerungen wurden bei  Cybercrime (plus 28,3% auf 16.804 Anzeigen) und der Wirtschaftskriminalität (plus 2,6% auf 53.905 Anzeigen) verbucht. Schulungen, Präventionsmaßnahmen und spezielle Ermittlungstätigkeiten sollen diesem negativen Trend künftig entgegenwirken.

Innenminister Herbert Kickl führt die positive Entwicklung auf die "hohe Professionalität des gesamten Sicherheitsapparates" zurück - und: "Wir wollen noch besser werden und Österreich zu einem der sichersten Länder der Welt machen", betonte Kickl bei der Präsentation der Kriminalstatistik. Bereits jetzt liegt Österreich nach dem Global Peace Index 2017 auf Rang vier nach Island, Neuseeland und Portugal.

Positiver Rekord auch in Wien

In der Bundeshauptstadt wurden 2017 insgesamt 190.056 Straftaten angezeigt, um 7,4% weniger als 2016 - ebenfalls der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Die  Aufklärungsquote stieg in Wien auf 42,4% (2008: 28,1%). Weiterhin zurück gingen  Kraftfahrzeugdiebstähle (auf 1.225 Anzeigen nach 3.711 in 2008). Im Jahresabstand wenig Veränderung gab es bei den im vergangenen Jahr 16.016 angezeigten Gewaltdelikten (2016: 16.618).

 

Weiterhin steigend zeigte sich auch in Wien die Internetkriminalität (vor allem Internetbetrug) mit 5.596 angezeigten Delikten (plus 31,5%; 2016: 4.256). Raubüberfälle auf Geldinstitute wurden nur noch sieben Mal begangen, lediglich ein Mal wurde ein Juweliergeschäft überfallen. Gestiegen ist die Zahl der Tankstellenüberfälle (23 Anzeigen; 2016: 9) sowie jene der Trafiküberfälle (38 Anzeigen; 2016: 21).

Der Anteil ausländischer Täter bzw. Tatverdächtigter an der Gesamtkriminalität liegt in Wien weiterhin bei mehr als 50% (2017: 51,7%; 2016: 50,9%). Die Anzeigen gegen Asylwerber sind dagegen von 9.441 (in 2016) auf 8.543 (in 2017) gesunken, ein Rückgang von 9,5%.

Die Broschüre "Polizeiliche Kriminalstatistik 2017" des Bundeskriminalamtes können Sie hier einsehen.

 

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