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Einblicke in die Polizeiarbeit beim Auslandspraktikum in der "Grande Nation"

Einblicke in die Polizeiarbeit beim Auslandspraktikum in der 'Grande Nation'Für BezInsp Sandner ging es im Rahmen seiner Ausbildung zu einem Praktikum nach Frankreich. Foto: LPD Wien/Christian Cerny

Im Rahmen des Lehrgangs für polizeiliche Führungskräfte ist ein dreiwöchiges Auslandspraktikum für jeden Anwärter für eine Offizierslaufbahn Pflicht. Bezirksinspektor Sandner entschied sich aufgrund seiner guten Französischkenntnisse für Frankreich. Das Praktikum dauerte insgesamt drei Wochen. In der ersten Woche lernte er die verschiedenen Polizeieinheiten in der Pariser Préfecture kennen. Die hohe Professionalität und Spezialisierung der verschiedenen Einheiten beeindruckte Sandner am meisten. Auch von der hohen Disziplin der Pariser Kollegen konnte sich Sandner u. a. bei einer groß angelegten Terror-Einsatzübung im größten Krankenhaus von Paris, dem Hôpital de la Salpêtrière, überzeugen. Zusammen mit Rettung, Feuerwehr und den Angestellten des Krankenhauses stellten die Polizisten das Szenario eines Anschlags auf das Spital nach.Darüber hinaus konnte Sandner den Kommandanten des Einsatzes nach dem Anschlag auf den Nachtclub Bataclan kennlernen. 

Zusammenleben fördert Zusammenhalt

In der zweiten Woche ging es nach Dijon, wo Sandner die Arbeitsweise der Compagnie Républicaine de Securité (CRS) kennenlernte, deren Hauptaufgabengebiet der Schutz von städtischer Infrastruktur bei Terroranschlägen ist. Die hohe Professionalität dieser Einheit beobachtete er bei einer weiteren Terror-Übung, bei der die Polizisten einen Angreifer während einer Demonstration zuerst in Schach halten und dann ohne größere Gefährdung von Zivilisten festnehmen sollten.

Anschließend verbrachte  Sandner noch zwei Tage in Saint-Astier im größten Ausbildungszentrum für den Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst (GSOD) der Gendarmerie sowie vier Tage in Lyon. Die französische Gendarmerie gehörte bis vor kurzem noch zum Militär, was an ihrer Struktur und Organisation erkennbar ist. So gehören der Gendarmerie beispielsweise eigene Gebäudekomplexe, in denen die Beamten mit ihren Familien wohnen. Nach Sandners Beobachtung ist der Zusammenhalt unter den Beamten deshalb besonders hoch. Auch ein Besuch bei der Alpin-Polizei in Grenoble zählte zu den Highlights des Auslandspraktikums.

Freundschaften für's Leben

Polizistinnen und Polizisten, die sich für ein Auslandspraktikum interessieren, rät Sandner, unbedingt vorher die Landessprache gut zu erlernen. Gerade bei Messieurs et Mesdames les Français ist das Beherrschen von Französisch der Schlüssel zu Freundschaften, die ein Leben lang bestehen bleiben können. Darüberhinaus empfiehlt sich insbesondere in Frankreich eine große persönliche Offenheit gegenüber Migranten aus den ehemaligen französischen Kolonien. Diese sind auch in der Exekutive zahlreich vertreten und werden von den französischen Kollegen selbstverständlich respektvoll behandelt.

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